Funker Patschke Besucher gesamt bisher Besucher heute zur Zeit online obige Zahlen gelten für alle Unterseiten dieser Homepage zusammen Zugriffszähler seit 15.03.2009 / 20.09.2011 Leseprobe aus Band 37 der maritimen gelben Buchreihe „Seemannsschicksale“
Lebenserinnerungen des Funkers Hans Patschke, * 29.11.1906 in Tilsit - † 2002 - Hans Patschke wurde 95 Jahre alt. Hans Patschke erzählt in diesem Band meisterhaft aus seinem Leben im bewegten 20. Jahrhundert. Kindheit in der Kaiserzeit und während des ersten Weltkrieges in Tilsit, Jugend unter den Vorzeichen von Weimar und Weltwirtschaftskrise, NS-Zeit und 2. Weltkrieg, mühevoller Neuaufbau nach totalem Zusammenbruch, das waren für ihn einschneidende Frequenzwechsel. Er befuhr von 1926 an, zunächst vor dem Mast, ab 1936 als Schiffsfunker auf Bergungsschleppern bei Bugsier und ab 1953 bis 1971 auf Frachtschiffen in der Linienfahrt weltweit die Ozeane. Hans Patschke schreibt und reflektiert hintergründig über ein Leben in schweren und schönen Tagen. Die Seefahrt war seine Leidenschaft von Jugend an und blieb es bis in sein hohes Alter hinein.Inhalt: Prolog Herkunft, Kindheit, Jugend - im Kaiserreich, ab 1006 Schulzeit, 1. Weltkrieg Weimarer Republik – bis 1926 Hans Patschke: Jugend zu Weimars Zeiten Ammoniter-Jungmannen-Bund Abitur - 1926 Ich will zur See – 1926 Erste Schiffsplanken auf Finkenwerder Fischkutter – 1926 Der erste Dampfer unter britischer Flagge - „GABOON" Leichtmatrose (OS) auf SS „POLZELLA" alias „ESSEX COUNTY" Vor dem Mast unter deutscher Flagge –– 1928 - 1930 „MARGOT" „AUGUST SCHULZE" „AUGUST LEONHARDT" Lange Arbeitslosigkeit von 1930 bis 1935 Hans Patschke: über die "tausendjährige" NS-Zeit 1935 - Endlich wieder zur See - „ANNI HUGO STINNES 6" Funkpatent - 1936 Funker bei Bugsier in Hamburg – 1937 Bordfunker auf Bergungsdampfer „TITAN" Bergungsdampfer „ALBATROS" Stationen auf Borkum, Horta/Azoren-Insel Fayal Bergungsschlepper „MÖWE" – 1938 1939 – Beginn des 2. Weltkrieges Gdynia Einsatz in der westlichen Nordsee - Kiel Kriegseinsatz im hohen Norden – ab 1941 Bis alles in Scherben fällt: 1945 Die ersten Nachkriegsjahre 1945 – 1949 Auf zu neuen Ufern – 1952 Bergungsschlepper „SEEFALKE" Motor-Frachtschiff „WESTSEE" – 1953 - Persergolf MS „FRIEDENAU" – Karibik - 1954 MS „GEESTEMÜNDE" – 1956 – Südamerika Westküste MS „EILENAU" – GEESTEMÜNDE – „CUXHAVEN" Nordamerika Westküste – ab 1960 MS „NEUHARLINGERSIEL" - 1961 Fahrt nach China Von China über den Pazifik nach Kanada und zurück Mit Reis aus China westwärts nach Cuba Richtung Antwerpen Auf GEESTEMÜNDE nach Nordamerika Westküste - 1962 MS „OSTFRIESLAND" – Brasilien - 1962 MS „HANNOVERLAND" - 1966 Erdumrundung via "NordWest", Japan, Hongkong Auf HANNOVERLAND nach Südafrika und weiter nach Fernost insgesamt 305 Seiten Hans Patschke schildert zunächst seine Kindheit im deutschen Kaiserreich in Tilsit / Ostpreußen und seine Jugend während der Weimarer Republik. Seine Kommentare zur erlebten Zeitgeschichte sind geistreich und vermitteln die jeweilige Stimmung der jeweiligen Zeitepoche. Leseproben: MS „OSTFRIESLAND“ – Brasilien - 1962 Der nur einen Reise auf GESTEMÜNDE folgte meine Versetzung auf den noch in der Ausrüstung bei den Howaldtwerken Hamburg liegenden Reederei-Neubau „OSTFRIESLAND“, einen Nachbau bzw. ein Schwesterschiff von NEUHARLINGERSIEL. Auf letzter Fertigungsphase der OSTFRIESLAND sollte ich also wie auch seinerzeit bei Entstehen der NEUHARLINGERSIEL wieder ein Mitglied der Werftaufsicht beim Einbau der FT-Anlage durch die Debeg Hamburg sein. Mit Infahrtkommen von OSTFRIESLAND nahmen ab Juli 1962 rund drei Jahre lang stete Reisen nach Brasilien in Charter von Lloide Brasileiro ihren Anfang. Das waren im genannten Zeitraum acht Reisen dorthin mit OSTFRIESLAND und eine weitere als Urlaubsablöser auf NEUHARLINGERSIEL. Auf meinem letzten Reedereischiff „HANNOVERLAND“ bin ich dann noch einmal auf drei Reisen in Charter der brasilianischen Firma „Alianca“ nach Brasilien und Argentinien hingekommen. Ich erwähne letzteres nur darum, weil ich das Erlebnis Brasilien mit seinen mannigfaltigen Begebenheiten sozusagen in einem Ritt wie die Westküstenreisen Nord und Süd abtun möchte. Es wäre zu uninteressant und langatmig, wollte ich jede Brasilreise einzeln behandeln, ganz davon abgesehen, dass ich mich gar nicht recht daran erinnern könnte, wann was genau nach Datum geschah. Das Riesenland Brasilien ist alles in allem jedenfalls ein besonders schillernder Teil unseres Globus, wo man auf Schritt und Tritt Neuem begegnet und Seltsames erleben konnte und kann, ein Land, reich an Naturschönheit und voll von Kontrasten, seine Bürger sind zum anderen eine Mixtur aus vielen Völkerrassen, Hautfarben und Kulturkreisen. Wenn diesem Land, diesem buntfarbigen Menschengemisch die Portugiesen als ehemalige Kolonialherren neben einer Menge anderer Tugenden und Untugenden nicht auch einen großen Schuss gegenseitiger Toleranz, heiterer Weltaufgeschlossenheit und die Maxime der „allein selig machenden (katholischen) Kirche“ in die Wiege gelegt hätten, dann wäre Brasilien, politisch gesehen, vermutlich schon längst explodiert. Dass solches noch nicht geschah, das verdankte und verdankt dieses aus vielen einzelnen Bundesstaaten zusammengesetzte, eigenständige Großland Brasilien außer der bisherigen politischen Lethargie seiner unterschiedlich weit verstreuten Bevölkerung seinem Reichtum an abbaufähigen und zum Teil noch schlummernden Bodenschätzen und anderen Naturprodukten für Eigenernährung und Welthandel. Nicht ganz abwegig schien mir der dortzuland oft gehörte Ausspruch zu sein, dass 100 Millionen auch nur fauler Brasilianer nicht imstande seien, ihr Land kaputt zu kriegen. Das klingt wohl reichlich großmäulig, ist aber durchaus charakteristisch für die Mentalität der „Brasis“ als Ausdruck ihres in mancher Hinsicht unmotivierten Selbstbewusstseins einerseits und ihres übersteigerten Nationalstolzes andererseits, welche beiden - allerdings nur aus der Sicht der absoluten Fanatiker unter ihnen - stark angekratzt werden, wenn wider alles Erwarten Brasiliens Söhne nicht Fußball-Weltmeister und Brasiliens Töchter nicht Weltschönheitsköniginnen werden. Wie lange man dortzuland zum einen seinen Stolz und Schlendrian, zum anderen seinen Raubbau am Leichtgreifbaren in der scheinbar unerschöpflichen Natur noch hegen und pflegen kann, weiß allein der liebe Herrgott. Vermutlich wird die stete hohe Zunahme der Einwohnerzahl im Land Brasilien bald strengere Maßstäbe an die Verwertung des Vorhandenen und in jungfräulichem Boden noch Verborgenen stellen. Außerdem ist anzunehmen, dass in Bälde das gewaltige Heer der Armen im Lande - wie allerorts in lateinamerikanischen Staaten - seinen sicher berechtigten Anteil am großen Kuchen des Verteilbaren mehr oder weniger energisch erheischen wird. Im Gegensatz zur Mehrzahl meiner Bordkameraden war ich selber nach den gemachten Erfahrungen der beiden ersten Brasil-Reisen trotz des vielen Schönen und Wechselvollen im Erleben von Landschaft und Menschen im Wunderland Brasilien nicht so absolut entzückt über den jahrelangen Einsatz der Bugsier-Frachter seitens brasilianischer Charterfirmen. Das an jenen „Eldorado“-Gestaden Gebotene barg besonders für unsere meist jungen Seeleute viele Momente der Herausforderung an ihre moralische Haltung in sich, eine Forderung, der junge Männer wegen der meist noch fehlenden charakterlichen Reife kaum gerecht werden konnten. Ich hatte bis dato in all meinen Seefahrtjahren kein anderes Land mit so viel käuflicher Liebe - staatlich kontrollierter und „freiberuflicher“ Prostitution – kennen gelernt wie Brasilien. Dieser Umstand bekundete zweifellos zu seinem Teil den Verfall von Anstand und Sitte als - in meinen Augen zumindest - eindeutige Folgeerscheinung einer seit Jahrzehnten falschen Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik in diesem Land des Überflusses. Anstieg von Kriminalität und laufender Währungsverfall waren weitere Anzeichen dafür, von dem erbärmlichen, aller Hygiene widersprechenden Zustand unzähliger Slum-Viertel in den Großstädten des Landes schon ganz abgesehen. Ganz bestimmt war im Staat Brasilien vieles „oberfaul“. Ganz gewiss hatten wir deutschen Seeleute mit guten Ami-Dollars oder harter DM in der Tasche vom zunehmend abgrundtiefen Sturz des brasilianischen Cruzeiros finanziell nur Vorteile, an denen die Seemannsbräute bei entsprechendem Arbeitseinsatz ihrerseits kräftig partizipierten, sozusagen als eine Art Empfänger von stiller „Entwicklungshilfe“. Dagegen wäre an sich nicht unbedingt etwas einzuwenden gewesen, der hautritzende Haken im Umgang mit den in reicher Auswahl sich anbietenden in allen möglichen Körperfarben schillernden Schönen war leider sehr oft deren Vor- oder Nachliebe, ihren gewesenen Galanen etwas zu hinterlassen, was als absolut unerwünschtes Erbe dann von gewinnlüsternen Ärzten mit millionenstarken Penicillin-Einheiten mehr oder weniger erbittert bekämpft werden musste. Kurz gesagt, es gab auf Schiffen der Brasil-Fahrt, sobald sie die jungfräulichen Gestade Brasiliens erreicht hatten, in zunehmender Zahl geschlechtskranke Seeleute. Mir als abkömmlichem Besatzungsmitglied während meines Schiffes Hafenliegezeit, der außerdem sowieso bei den örtlichen Agenturen, Postämtern, Wechselstuben usw. Schiffsdienstliches zu erledigen hatte, fiel die zeitraubende Aufgabe zu, die „Eros-Ritter“ den Ärzten zum Fraß vorzuwerfen. Ich fand es dabei gar nicht lustig, dass die klugen Männer im weißen Kittel mich - gewissermaßen als Zeugen ihres redlichen Tuns - unbedingt bei ihrer Arbeit am Kunden zuschauen lassen wollten, mir nach Begleichung des Entgelts für ihre geleisteten guten Dienste zum Abschied lautstark „auf Wiedersehen“ sagten, zum anderen bei Abmarsch „Funkoffizier mit Kranken“ von Bord die Szenenbeobachter auf dem Schiffsdeck die Abziehenden mit hämischen Anspielungen bedachten. Vielleicht sah es für Zuschauer auch tatsächlich urkomisch aus, als ich mal in Porto Alegre, unserem mehrmals letzten Ausreisehafen, mit einem guten Dutzend mir genau im Gänsemarsch folgenden, seelisch sichtlich geknickten Männern zur Visite im dortigen deutschen Hospital aufbrach. Ausgesprochen originell fand ich meinerseits allerdings einen Arztbesuch mit drei oder vier Bordkranken in Vitoria. Der mir angewiesene, noch junge Arzt hielt seine Praxis an einem Schreibtisch in einer Ecke eines Großraumbüros ab. Auf seinen wohl schon oft erfolgten Wink hin erhoben sich die Büroangestellten, Weiblein (hübsche „Bienen“ unter ihnen) und Männlein wie Zirkuspuppen und verließen in geordneter Formation den Saal. Die „Aussteiger“ waren noch nicht ganz draußen, als auf einen weiteren Wink des medicos bei meinen Männern die Hosen fielen. Was im Übrigen allgemein hin brasilianische Mädchen und Frauen für den Ausländer aus nördlichen Ländern - anfänglich zumindest - überaus anziehend machte: Außer derer in jungen Jahren meist guten Figur und Haltung, ihr Ausdruck eines natürlich wirkenden Selbstbewusstseins und die stete Betonung ihrer Weiblichkeit durch Anmut in Gesten und Auftreten und eine Kleidung, die - nach damaliger Ansicht zumindest - ihrem Geschlecht mehr entsprach als der im Norden Europas derweil modern gewordene Gammel- oder Kosakenlook. Natürlich fielen nicht alle Mädchen oder Frauen dem fremden Seemann, sobald er nur aufkreuzte, um den Hals, und selbstverständlich war auch in Brasilien, wie überall in der Welt, die käufliche „freie“ Liebe in jeder Erscheinungsform verpönt und verboten. Aber welcher Staat könnte denn schon das heimliche Gewerbe des „Anschaffens“ ernsthaft kontrollieren, schon gar nicht dort, wo außer angeborener Sinnenfreude und verspielt optimistischer Lebenseinstellung der Landesbevölkerung viele andere Mängel irgendwie selbstverständliche Erscheinungen sind, z. B. weit verbreitetes Analphabetentum, Arbeitslosigkeit, zeitweilig monatelanger Lohnzahlungsverzug in privaten und staatlichen Betrieben, alles Dinge oder Umstände, die Hunger und Armut breiter Volksschichten fördern, die zum anderen aus Selbsterhaltungstrieb heraus Menschen zu unlauteren Mitteln - siehe Prostitution der Frauen - greifen lassen. Hinsichtlich Thema Prostitution konnte ich mir im Übrigen gut vorstellen, dass die seit Olims Zeiten für sich beanspruchte Ausschließlichkeit und erotische Großzügigkeit des brasilianischen „Herrn der Schöpfung“ für die brasilianische Frau nicht nur ein sehr schlechtes Lehrbeispiel, sondern im Zeitalter der aufgekommenen Frauen-Emanzipation für die bisher diesbezüglich „Eingeengten“ geradezu eine Herausforderung gewesen sein mag, den Herrenmenschen nun Gleiches mit entsprechendem Gleichen zu vergelten. Nun, keine Regel ohne Ausnahmen, es gab ohne jeden Zweifel auch noch reichlich züchtige Frauen im Lande Brasilien, Hein Seemanns Missgeschick lag eben zur Hauptsache darin, dass diese Spezies wertvoller Frauen für ihn nicht greifbar war, er darum mit seinen mitgebrachten Einsatzmitteln Gutgläubigkeit, Gesundheit und Geld ein gefundener Leckerbissen für die „Eros-Profis“ in den Hafenstädten war. Bedingt durch die kurzen Hafenliegezeiten war und ist sicher auch heute noch eine Kontaktaufnahme der Seeleute mit ehrbaren Menschen und Familien im Ausland, egal wo es auch sein mag, im allgemeinen schwierig, weil meistenteils das verbindende Glied sprachlicher Verständigung fehlt, viele Seeleute außerdem auch gar nicht bereit sind, an Land weite Wege zu gehen. Liegen seine Stätten der Freude weiter ab vom Schiffsliegeplatz, dann warten ja Taxis darauf, von Janmaat benutzt zu werden, und am erreichten Ziel wartete bestimmt ein Mägdelein, schön und treu, wie es ihm bisher nirgendwo in weiter Welt „untergekommen“ war. Nur wenige Tage später verblassten allerdings die angeblichen Qualitäten dieser Schönen, wenn Hein zum Arzt hin musste. Als unsere Schiffe nach den Krankheitserfahrungen von zwei Brasil-Reisen zu viele „an Liebe Erkrankte“ auswiesen, entschloss sich Bugsiers Seniorchef aus Verantwortungsbewusstsein für seine „unaufgeklärten“ und darum so gefährdeten Besatzungsmänner in Brasilfahrt, dass jedes seiner Schiffe in dieser Marschroute hinfort einen deutschen Arzt zusätzlich anmustern solle. Das war für unsere jungen Seeleute sicher eine gute Vorsorgemaßnahme, brachte mir selber zum anderen durch Wegfall der Arztgänge eine Arbeitserleichterung, ansonsten aber - leider und unerwartet - stieß nicht selten mit dem neuen Dienstgrad „Doktor“ nur ein weiteres schwarzes Schaf zu den bereits reichlich an Bord vorhandenen, es war eben nur ein wenig schlauer als die anderen. Das Weshalb möchte ich der Phantasie des Lesers überlassen, Reden ist Silber, Schweigen oftmals Gold...
...im Übrigen gehen Ordnungsorgane nirgendwo sehr sanft um und oftmals nicht grundlos. Leider kann ich zum Abschluss der Schilderung meiner Brasil-Erlebnisse den nun folgenden Bericht über ein besonders hartes, auch mich im Punkt Willkür befremdendes Verhalten örtlicher kleiner Polizisten dem Leser nicht vorenthalten. Der Ort des unfreundlichen Geschehens hieß Cabedelo, eine - oder besser gesagt – „die“ Hafenstadt des brasilianischen Bundesstaates Paraiba, etwa 20 km von der Landesmetropole Joao Pessoa entfernt. Aus später ersichtlichem Grund muss ich die geografische Lage von Cabedelo möglichst genau fixieren. Genannter Ort inmitten von Kokospalmen-Hainen erfreute sich bei den Seeleuten der anlaufenden Frachtschiffe als „Paradies am Meeresstrand“ wegen der relativ zahlreichen dort etablierten anspruchslosen Bar-Lokale mit vielen willigen Mädchen darinnen recht großer Beliebtheit. Mit irgendwelchen meist humorigen Vorkommnissen hatte Cabedelo bei jedem meiner Schiffsbesuche aufzuwarten gehabt. Einmal auf einem „Dienstgang“ beobachtete ich z. B. längere Zeit und sehr interessiert den einzigen von mir in Brasilien je gesehenen Dackel, ein hübsches Tier seiner Rasse mit Halsband und Hundemarke, Merkmale, die ihn als Hausgenossen wohlhabender Eigner legitimierten. Vermutlich aufgrund einer genossenen guten „Kinderstube“ distanzierte sich „mein Freund“ geflissentlich und unübersehbar von der Unzahl der vielen anderen rasse- und haltungslosen schafähnlich aussehenden Köter im Ort. Ein anderes Mal war einer unserer Besatzungsmänner beim Versuch des „Fensterlns“ nach Durchbruch der Abdeckung einer Senkgrube in deren Innerem gelandet und anschließend unter dem hämischen Jubel von Hiesigen (in seiner „Ausstrahlung“ entsprechendem Abstand selbiger) an Bord begleitet worden. Dann die Geschichte mit der Passagierin „Susi“ und unserem dritten Leutnant, die an Land zu emsig gebechert und auf ihrem Heimweg im Nachtdunkel in einen Straßengraben gepurzelt waren. Ihr nicht einfacher Versuch, sich aus dem Graben zu hangeln, wurde vom just vorbeihuschenden ersten Offizier irrtümlich als derer Vollzug eines Liebesaktes gewertet. Es gab in Cabedelo natürlich auch dann und wann in den Bars handgreifliche Auseinandersetzungen unter Einheimischen und Fremden, alles in allem aber waren die ausländischen Seeleute wegen ihres großzügigen Umgangs mit den von den Brasilianern geschätzten harten Devisen beliebte Gäste, nicht zuletzt die deutschen Janmaaten mit ihrer guten D-Mark. Besonders bezeigte erklärlicherweise die holde Weiblichkeit in Cabedelo viel Sympathie für seine deutschen Freunde, zumindest so lange, wie jene im Städtchen greifbar waren. Das hatte in geschildertem Maße wenigstens bis zu einem September anno 1965 Gültigkeit. Angeblich soll am betreffenden Tag auf einem Schiff des Bremer Norddeutschen Lloyds aufgrund einer Dieberei an Bord jenes Zossens ein Brasilianer seitens deutscher Seeleute überaus raubeinig behandelt worden sein. Da der deutsche Frachter an jenem Tag auslief, darob keine Gelegenheit zum „Rachenehmen“ an dessen Besatzung bestand, sollte nach später bekannt gewordener Absprache Brasil-Hiesiger die Crew des nächsteinlaufenden deutschen Frachters für die „ungerechtfertigten“ Übergriffe ihrer anderen Landsleute büßen. Der nächste deutsche „Ankommer“ in Cabedelo bei rundum spannunggeladener Luft war zufälligerweise Bugsiers NEUHARLINGERSIEL, und ein Zufall war es auch, dass ich auf diesem für mich schon à cto Rot-China legendär gewordenen Schiff just nur für die Dauer einer einzigen Brasil-Reise als Urlaubsablöser Dienst tat. Bis zum Eintreffen in Cabedelo „homeward bound“ - ich glaube am Morgen des 6. September 1965 - war auch diese meine Brasil-Reise soweit normal verlaufen, abgesehen vielleicht von einem meinerseits nicht eingeplant gewesenen, kostspieligen „Ausrutscher“ an Land in Sao Vicente, Brasiliens bestem Seebad in Nähe des Großhafens Santos. Da gingen zwecks irgendeines „Erlebnisses“ fünf weise Herren der Schiffsführung NEUHARLINGERSIEL, zwei Landeskenner (ich als ungehörter steter Warner) und drei Landesneulinge nach einigem Hin und Her zuletzt zum „gepflegten Bierchen“ in eine Nobelherberge genannten Badeortes. Sie glaubten, zum Abschluss des wohlgelungenen Abends nicht auf Tischdamen verzichten zu können, und alsbald war um sie ein wahrer Schwarm dürstender leichter Mädchen, die einen ungeheuren „Bock“ auf teuren Sekt hatten, was zum anderen wiederum unsere sauer verdienten Zechinen in Kürze restlos aufzehrte. Es blieb den fünf kühnen Seefahrern beim endlichen Kassensturz nur noch das zurück, was sie unbedingt für die Taxenfahrt zum fernen Liegeplatz der NEUHARLINGERSEIEL in Santos als Auslösung brauchten. Ich war damals sehr wütend auf meine unklugen „Kinder“ - und die eigene Unkonsequenz, mitgegangen, mit gefangen sagt man dazu. Meine ostentativ zur Schau gestellten Zornesfalten glätteten sich aber schon wenige Tage nach dem pekuniären Desaster, genau gesagt am 15.08.1965, als mir per Funktelegramm via Norddeich just bei Einfahrt Rio - dwarsab vom „Zuckerhut“ - die glückliche Geburt meines ersten Enkelkindes Oliver angezeigt wurde. Das war zweifellos der Höhepunkt dieser Reise trotz all meiner Ferne vom Ort des Geschehens. Etwa drei Wochen später traf die NEUHARLINGERSIEL dann in Cabedelo ein, was wiederum erfahrungsmäßig eine Freudenstimmung bei den meisten Besatzungsmitgliedern des Schiffes auslöste, eine Freude, die ich selber mit meiner Erfahrung von 59 Lebensjahren nicht mehr bzw. hinsichtlich der kleinen Hafenstadt Cabedelo schon gar nicht teilen konnte. Ich erinnere im Übrigen heute noch, mich damals beim Einlaufen in Cabedelo irgendwie vergeblich gegen ein plötzlich aufkommendes undeutbares ungutes Gefühl gewehrt zu haben, das mir - etwa wie zur Kriegszeit 1939/45 - ohne dafür vorhandene Symptome innerlich eine drohende Gefahr signalisierte. Ich schien in dieser Hinsicht allerdings der einzige „Schwarzseher“ auf der NEUHARLINGERSIEL zu sein, die meisten Bordkameraden schwärmten vielmehr vom Landgang nach Feierabend trotz by and by erhaltener Warnungen ihrer am Kai erschienenen „Flammen“ vor möglichen Scherereien mit den Hiesigen. So lehnte u. a. der vom 1. Offizier bestimmte Hafen-Nachtwächter, der an sich pflichtbewusste und tüchtige Matrose K., strikt die angetragene Hafenwache mit den Worten ab: „Wenn Sie jemand haben wollen, der nachts nicht an Bord ist, dann ist das Ihre Schuld!“ Der „Erste“ darauf: „Lieben Sie denn Cabedelo so sehr?“ K. zur Antwort: „Nein, hier wollte ich nicht einmal in meinen Stiefeln sterben!“ Das mag damals eine pure Redensart gewesen sein, aber dieses Ungereimte hätte Matrose K. besser nicht sagen sollen, denn man spricht nicht in dieser Art schwarzen Humors über seine Zukunft, schon ganz und gar nicht bei einem an sich nichtigen Vorgang. Also ging ein anderer die Bord-Nachtwache, wahrscheinlich auch nicht gerade gerne, aber später mochte er sich darob vielleicht glücklich geschätzt haben. Seine Kameraden eilten jedenfalls nach vollbrachtem Tagewerk frohgemut an Land und strebten wie üblich ihrem beliebten Stammlokal in Cabedelo, der „Bolero-Bar“, zu, all hands zusammen, um gegebenen- und nötigenfalls eine geballte Widerstandsmasse zu sein. Auch die fünf durch den „Reinfall“ in Sao Vicente aktenkundig gewordenen bzw. gebrannten Herren waren zu einem abendlichen Spaziergang durch Ort und Umgebung gestartet, nachdem selbige vier von ihnen mich zuvor trotz anfänglicher Ablehnung meinerseits, wieder einmal kompromissbereit gestimmt hatten, außerdem sei ich doch wohl als alter „Brasil-Hase“ der bestgeeignetste Fremdenführer. Nachträglich ein Danke für die Blumen, der Reinfall hinterher war prächtig, allerdings ohne die Schuld des „Eseltreibers“ oder des Dazutuns eines der anderen vier Wandergesellen. Gegen Ende unseres Orientierungsganges passierten wir auch die „Bolero-Bar“, sahen darin unsere Seeleute fröhlich bechern, und diese erblickten ihre Bord-Oberen bzw. baten ihre „Götter“ zur kameradschaftlichen Teilnahme am Gelage. Während 1. Offizier Herr R., Doktor K. und ich einwilligten, zogen Kapitän Sch. und Chief H. anderswohin in der Nähe zum ungestörten kleinen Umtrunk. Es ging auch anfänglich in der Bar im Kreise unserer Seeleute und einiger ihrer gesittet-spielenden Mädchen recht gemütlich zu, aber der „Frieden auf Erden“ konnte nach der Anzahl der bereits von unseren Seeleuten geleerten Flaschen harten Stoffes meinen einschlägigen Erfahrungen nach kaum von langer Dauer sein, denn angetrunkene Radaubrüder einer Clique, die es in jeder Gemeinschaft gibt, suchen in dieser oder jener Situation förmlich nach einem Auslöser für Zank und Streit, gewissermaßen als Beweis für ihr vermeintliches Kraftvermögen. Darum mahnte ich recht bald den Ersten und den Doktor zum Wiederaufbruch - leider vergeblich. Ob nun der von mir befürchtete große „Orlog“ (Krieg) von außen nach innen oder in umgekehrter Richtung seinen Weg nahm, konnte ich damals und kann ich heute nicht sagen, ich schaute einfach nicht durch, was sich da auf die Schnelle zu entwickeln begann. Innen zumindest fing es damit an, dass sich einer unserer Assis (Maschinenassistenten) plötzlich eines der im Lokal bedienenden Mädchen griff (dieses Mädchen wurde seiner Kleinheit wegen von den Seeleuten „Der laufende Meter“ genannt), dieses mit Griff unter dessen Armen im Kreis herumschwang und seinerseits gezielt oder ungezielt irgendjemand an einem der Tische Sitzenden mit den wirbelnden Extremitäten der Dame belästigen wollte. Unser Schiffskoch, ein Bayer streitbarer Natur, stieß jedenfalls mit dem anklagenden Ruf „Mir hat jemand ein Mädchen an den Kopf geschlagen“ jäh und unbeherrscht seinen Tisch mit allerhand Gläsern oben drauf um, worauf sich wiederum andere unserer Janmaaten wie elektrisiert von ihren Plätzen erhoben und allsogleich, mehr oder weniger zart, sämtliche brasilianischen Lokalbesucher aus der Bar wiesen. Das wiederum ließ die Herausgeworfenen umgehend ihre draußen auf „Stunk“ in „Bereitschaft“ stehenden Freunde und viel anderes neugieriges oder kampferprobtes Volk alarmieren, und in Kürze stand eine Mauer böswilliger Menschen vor den hohen Toren der nur zur Straße hin offenen Bar, darunter Männer, die mit Stangen und Holzprügeln bewaffnet waren. Folgerichtig kam es dann zwischen beiden feindlichen Lagern zu ersten Kampfhandlungen incl. ersten Verwundeten, vermutlich auf jeder Seite, zumal sich derweil auch unsere Jungen mit Tisch- und Stuhlbeinen vom Inventar der Bolero-Bar stammend, gegen ein Eindrücken ihrer Front zu erwehren versuchten. Aber die Übermacht der Brasilianer war so erdrückend, dass ein offener Widerstand der Männer der NEUHARLINGERSIEL angesichts ihrer Verwundetenzahl reiner Selbstmord bedeutet hätte und nun die zweite Kampfphase ihren Anfang nahm: die Belagerung der Bolero-Bar, in der die deutschen Seeleute durch krampfhaftes Zuhalten der ein oder zwei hohen Tore deren Eindrücken durch die Brasis zu verhindern suchten. Ob es denn keine Polizisten in Cabedelo gab? Doch, doch, die rückten auch allmählich an, um die Ordnung wieder in das rechte Licht zu rücken, und mit Unterstützung seiner Landsleute gelang es auch einem, in die belagerte Festung einzudringen, was nach meinem Dafürhalten gut und richtig war. Richtig war es nur nicht, dass ihm einer der Belagerten ein Stuhlbein auf den Kopf „legte“, leider so kräftig, dass dem ganz gewiss friedfertigen Ordnungshüter das Blut aus Nase und Ohren schoss. Ich habe den Täter dieser wahnwitzigen Handlung nicht erkannt, wusste darob aber als bislang völlig Unbeteiligter Zuschauer, dass es nun auch mir selber aufgrund meines bloßen Daseins in dieser Bar und inmitten solcher landsmännischen Rüpel u. U. an den viel zitierten Kragen gehen konnte. Wiederum folgerichtig griffen nun die Kollegen des verwundeten Polizisten zur Schusswaffe und schossen bei jedem erneuten Eindrücken der Tore ungezielt in den Barraum, was zumindest alle Unbeteiligten am Ringen um die Tore zu tiefen Kniebeugen oder zum Niederhocken veranlasste. Scherben erzeugende Kugeleinschläge im Gläser und Schnapsflaschen bergenden Standregal hinter dem Bartisch - es befand sich genau gegenüber von den belagerten Türen - machten mir unangenehm klar, dass die Polypen draußen harte Kugeln, also keine Platzpatronen verschossen. Das ließ mich zum neben mir kauernden, sich just wie ich in „Erdkunde“ übenden Doktor äußern - lapidar wie alle meine Aussprüche an diesem unfreundlichen Abend: „Die schießen uns noch alle tot!“ Ob ich davon tatsächlich damals überzeugt war, kann ich auch nachträglich nicht sagen, unbesonnen oder gottergeben fügte ich mich ob solcher obigen Feststellung keineswegs in mein Schicksal, schon gar nicht, als mich Doktor K. in ein von ihm während einer Schusspause entdecktes Kabuff hinter der Thekenwand bugsierte. Dessen Vorhandensein hatte er bei der vergeblichen Suche nach einem Hinterausgang der Bar „ausbaldowert“. Da hielten sich im Übrigen bereits zwei unserer Männer auf, die sich abseits vom Schlachtfeld mit flinken Händen darum bemühten, durch die Decke des kleinen Raumes ein Fluchtloch zu brechen. Das schien mir wohl im ersten Moment einfach ein unmöglich zerstörerisches Tun meiner Landsleute zu sein und nötigte mir den in jener verzwickten Situation völlig unpassenden Geistesblitz ab: „Sind Sie denn jetzt ganz wahnsinnig geworden, wer soll hinterher alle Zerstörungen bezahlen?“ Mein allda für weise erachteter Ausspruch fand jedoch keine Gegenliebe, und das war wohl auch gut so, denn als das Loch überraschend schnell groß genug zum Aussteigen war, da kletterten wir vier Mann im Raum und hinterher noch zwei weitere ernüchterte Kämpfer durch diesen Notausgang in die „Freiheit“. Dass ich als altersgeschwächter Mann das schwierige Herausschlüpfen nach oben überhaupt schaffte, war nur zum geringen Teil mein Verdienst (dazu im abgewandelten Dichterwort: „Halb zog man ihn, halb schob man nach“), aber der dabei stattgefundene Umbruch eines Küchen-Abzugsrohres aus Weißblech auf dem Dach des Hauses ging voll zu meinen Lasten trotz meines steten Wetterns gegen „sinnlose“ Zerstörungsmanie. Teils ziemlich bedeppert, teils leicht amüsiert, schaute ich nach Vollzug meiner Untat durch die jäh entstandene Lücke auf den häuslichen Herd der Bareignersleute mit Pfannen und Töpfen on top herab. Wegen des nach der Straße zu ziemlich steil ansteigenden Hausdachs war unser aller Entweichen von den Menschenmassen vor der Bar nicht zu beobachten, darum schien der weitere Fluchtweg Richtung Hafenpier ziemlich unbehindert zu sein. Während meine jungen Kumpel nun ungestört vom Dach in das rückseitige Gartengelände herunter sprangen, hielt ich einen Absprung aus etwa 2,5 Meter Höhe für eine glückliche Landung meiner mürben Knochen für zu gewagt, hangelte mich also mit den Händen am Dachrand an der Hausmauer zur Erde nieder und ließ mich zuletzt, mich von der Wand abstoßend, auf die Füße fallen. Dabei landete ich unten in einer Pfütze schmutzigen und geruchsintensiven Wassers, das mich, jäh aus seiner Ruhe aufgeschreckt, ganz schön bespritzte, aber ich war zumindest heil geblieben für das nachfolgende großräumigere Absetzen vom Feind. Ganz nebenbei sei erwähnt, dass nachträglich aufgemachte Rekonstruktionen der verschiedenen Geschehnisse das oben mehrmals genannte Kabuff als „Damen-Toilette“ der Bar und die Pfütze draußen als die „Abwässer“ der Lokalbesucherinnen auswiesen. Wahrlich eine einzigartige Weihe, die mir demnach für den glücklichen Ausgang des Flüchtens zuteil geworden war. Aber so neckisch auch manches Geschehnis jenes Abends in Calbedelo gewesen sein mag, wir hatten erstmal einen etwa 20 Minuten langen Weg von der BoIero-Bar bis zum Schiff vor uns und kratzten anfänglich mit gut 120 Sachen die verschiedenen Wegkurven, so lange, bis uns die Puste ausging und wir kürzer treten mussten. Der Kampflärm um die Schreckensbar verebbte mit zunehmender Fluchtentfernung und machte allmählich einer fast vollkommenen Nachtstille Platz. Menschen sahen wir auf unserer Bahn gar nicht oder nur sehr vereinzelt, es ließ sich wohl niemand der Hiesigen das Kampfgeschehen im Stadtinneren entgehen. Unsere anderen Ausstiegsgenossen waren ebenfalls wie vom Erdboden verschwunden. Als wir beiden glücklich die schützende NEUHARLINGERSIEL erreicht hatten, harrte dort ein neues Wunder unser, wir fanden, soweit auf die Schnelle übersehbar, die ganze Besatzung an Bord versammelt und viele darunter, die der helfenden Hand eines Arztes bedurften. Schließlich stellte man nach genauer Auszählung fest, dass noch Matrose K. fehlte, vermutlich bei seinem Mädchen Unterschlupf gefunden hatte. Aber K. konnte nicht mehr kommen, er lag, was alle, anderen noch nicht wussten, erschossen auf der Straße vor den Pforten der Bolero-Bar. Das wurde erst um Mitternacht bekannt, als Kapitän Sch. und unser schwarzer brasilianischer Supercargo zur Identifizierung eines Toten von der Polizei an Land gebeten wurden. Wahrscheinlich möchte der Leser erstmals gerne wissen, wie die Kampfhähne der Bolero-Bar so unwahrscheinlich rasch noch vor dem Doktor und mir an Bord der NEUHARLINGERSIEL gekommen sind. Da kann ich im nun Folgenden leider nur das berichten, was ich darüber von Augenzeugen gehört habe, was, wofür ich mich zum anderen natürlich nicht verbürge, der Wahrheit einigermaßen nahe kommen dürfte. Das lautet etwa wie folgt: Der örtlichen Polizei gelingt kurz nach oben geschilderter Flucht durch die Decke das Eindringen in die Bar mit anschließender Verhaftung der darin befindlichen deutschen Seeleute. Beim Eindringen versuchen einige der „Belagerten“, sich durch panikartige waghalsige Flucht nach vorne der Verhaftung zu entziehen (einer oder zwei kamen tatsächlich durch), wobei der meines Wissens nach am Kampf unbeteiligt gewesener Matrose K. durch Genickschuss aus der Pistole eines Polizisten getötet wird (man will ihn beim Verlassen der Bar mit hochgehoben Armen gesehen haben). Die ebenfalls von einer wütenden Volksmenge belagerte andere Bar, in der sich außer hiesigen und ortsfremden Gästen auch Kapitän und Chief der NEUHARLINGERSIEL aufhielten, hat rechtzeitig ihre Eingangstür verschlossen und verbarrikadiert, dahinter hat zum anderen, als der Mob draußen den Aufbruch versucht, der zufällig unter den Gästen weilende einzige Zivilpolizist des Ortes mit gezogener Dienstwaffe Posten eingenommen. Die Wirtin dieses Lokals soll auf Anweisung des Kriminalbeamten beizeiten telefonisch die Präfektur in Joao Pessoa von den sich in Cabedelo anbahnenden Unruhen unterrichtet haben (unglaubhaft, der Anrufer dürfte wohl der Bürgermeister von Cabedelo gewesen sein) was den Präfekten zur sofortigen Inmarschsetzung eines Einsatzkaders der Militärpolizei (sie ist in Brasilien für Aufruhr zuständig) unter Führung eines erfahrenen Offiziers veranlasst hat. Nach 30 bis 40 Minuten Anfahrt per Mannschaftswagen ist vermutlich kurz nach „Eroberung“ der Bolero-Bar der MP-Trupp in Cabedelo eingetroffen, hat Führer der Gruppe mit Erklärung von Ausnahmezustand Ordnungsgewalt in der Stadt übernommen und, auf Vernehmungen der Verhafteten gänzlich verzichtend, alle Besatzungsmitglieder der NEUHARLINGERSIEL in beiden Bars einsammeln bzw. diese dann unter dem Schutzschild der Maschinenpistolen seiner Männer per Mannschaftswagen an Bord ihres Schiffes bringen lassen. Meiner Meinung nach hat dieser MP-Offizier im eigenen Wissen um die mögliche Eskalation der Rachegelüste vieler seiner heißblütigen Landsleute mit daraus resultierenden diplomatischen Demarchen zwischen zwei befreundeten Staaten im Nachhinein goldrichtig und weise gehandelt. Ich laste der örtlichen Polizei in Cabedelo dagegen ein unnötiges Überziehen ihrer dienstlichen Rechte an, übersehe aber auch durchaus nicht die Tatsache, dass die noch reichlich grünen Jungen der NEUHARLINGERSIEL mit ihrem unbedachten Betragen, rechtlich gesehen, die Auslöser dieses Landfriedensbruchs und damit gleichzeitig sehr schlechte Vertreter ihres Heimatlandes im Ausland waren. Ich möchte an dieser Stelle besonders daran erinnern, dass Brasilien vielen deutschstämmigen Menschen im Ablauf vieler Jahrzehnte zur zweiten Heimat geworden ist und die deutschen Einwanderer als wertvolle, loyale Staatsbürger schätzt. Es erschien nach Rückkehr von NEUHARLINGERSIEL in Hamburg in der Bildzeitung ein allein auf den Aussagen zweier „Mitstreiter“ basierender Artikel über das stattgefundene Cabedelo-Debakel, in dem die deutschen Seeleute der NEUHARLINGERSIEL wenig objektiv als wahre Unschuldslämmer einerseits und bedauerliche Opfer eines rücksichtslosen brasilianischen Nationalismus und Rassismus andererseits hochstilisiert wurden. Wenn gefragt, hätte ich dem BILD-Reporter unumwunden mitgeteilt, dass ich auf meine streitsüchtigen und übertemperamentvollen Bordkameraden zumindest damals nach Rückkehr an Bord wegen ihres skandalösen Betragens sehr böse war und fürder aufgrund der Erfahrungen jenes denkwürdigen Abends jeden weiteren Gemeinschaftsumtrunk an Land geflissentlich meiden würde. Aber sei dem, wie ihm sei, das ganze Ausmaß des Geschehenen erfuhr ich erst am nächsten Morgen durch den ersten Offizier, dem man in der Restphase des Bar-Ringens bei seinem Schlichtungsversuch zwischen seinen Männern und den örtlichen Polizisten durch einen Faustschlag ins Gesicht die Zahnprothese zertrümmert und noch etliche andere Verletzungen zugefügt hatte. Ich selber hatte mich in Ichbezogenheit nach gründlicher Reinigung von Körper und Kleidung nicht weiter groß um das lebhafte Lamento an Bord gekümmert und mich, ermüdet von meinen Flucht-Anstrengungen und sehr verärgert über den verdorbenen Abend und die „Übeltäter“, zur verdienten Nachtruhe in meine Koje gepackt. Kapitän Sch. hatte inzwischen an Land den Erschossenen als seinen Matrosen K. identifiziert und im Anschluss daran von der Polizeiwache aus mit Unterstützung unseres brasilianischen Supercargos, Mister Martin, die erforderlichen Schritte für die laut Landesgesetz innerhalb von 24 Stunden zu vollziehende Beerdigung des Toten und für die Erledigung der mit diesem Tod aufgeworfenen rechtlichen Fragen unternommen. Das bedeutete etwa Folgendes: Bestellung eines Begräbnisunternehmens - der Tote lag ja noch immer auf der Straße, musste eingesargt und wegtransportiert werden (viele Sarggeschäfte in Brasilien sind Tag und Nacht geöffnet) - und Unterrichtung des deutschen Konsulats in Recife und der Agentur des Charterers Loide Brasileiro in Joao Pessoa über die bedauerlichen Vorfälle des Abends. Leider vergaß Kapitän Sch. bei allem Durcheinander dieser Nacht und in vermutlich eigener umstandbedingter Überforderung zwei meiner Meinung nach unerlässliche Maßnahmen: das Bestehen auf eine zusätzliche Totenschau durch seinen Bordarzt und eine einschlägige Benachrichtigung per dringendem Telegramm an Bugsier-Reederei mit Bitte darin, die Angehörigen des Toten vom Ableben - in diesem Fall - ihres Sohnes für mögliches Überführen der Leiche nach Deutschland zu unterrichten. Zwecks Vermeidung von Zeitverzug hätte ich mich anstandslos trotz Funkverbots für Schiffe in Häfen zur Abgabe eines Funktelegramms bereit erklärt. Natürlich äußerte ich mich dementsprechend auch meinem Kapitän gegenüber am nächsten Morgen, er war jedoch der Meinung, dass er später von See aus nach Auslaufen aus Cabedelo die Reederei über die unangenehme Begebenheit und die vom ihm in dieser Sache getätigten Schritte in Kenntnis setzen würde. Ob unsere in Mannschaftsbelangen human und verantwortungsbewusst eingestellte Reederei von einem solchen Konfrontiertwerden mit vollzogenen Tatsachen begeistert war, entzieht sich meinem Wissen. Von etwaigen nachträglichen Einsprüchen der Angehörigen des Toten ist mir nichts zu Ohren gekommen, mir war an sich nur bekannt, dass der Verstorbene mit seiner Familie keinen Kontakt mehr hatte. Was Kapitän Sch. hauptsächlichst zu seinem raschen „einsamen" Entschluss in dieser Sache veranlasst haben mag, war seine Angst vor der Kostenlawine à cto verursachter Sachschäden, Geldstrafen und Wiedergutmachungsleistungen, die mit einer zusätzlichen Überführung des Toten (incl. vorangehender Einbalsamierung) das seiner Meinung nach der Firma zumutbare Maß an finanziellem Aufwand übersteigen würde. Später nach Aushandeln einer relativ geringen Schadenersatzleistung an den Inhaber der Bolero-Bar (zu Lasten der „Kampfteilnehmer" von NEUHARLINGERSIEL) und jeglichen Bußgelderlasses (aufgrund irgendwelcher mir unbekannter Kriterien) durch den angereisten deutschen Konsulatsvertreter und vor allem unter der Beihilfe eines scharfzüngigen Advokaten, den unser Agent aus Joao Pessoa mitgebracht hatte, glätteten sich unseres Capitanos Sorgenfalten wieder. Die Bestattungskosten zu Lasten von Bugsier waren im Übrigen auch wider unseres Kapitäns Befürchtungen, mit etwaigen Leichen-Überführungskosten verglichen, sehr niedrig. Ansonsten wurde der Besatzung der NEUHARLINGERSIEL außer für Teilnahme bei Begräbnis von Matrose K. für Dauer Schiffsaufenthalt in Cabedelo Landgangsverbot erteilt. Nun, ich selber habe der Beisetzung nicht beigewohnt, mich fuhr mein einziger Cabedelo-Bekannter, der Müllermeister der großen Getreidemühle in Cabedelo, ein dahin nach Weitkrieg II verschlagener Deutscher (ich verkehrte bei seiner Familie), mit seinem PKW zwecks Erledigung verschiedener dienstlicher Belange nach Joao Pessoa hin und zurück. Bei Vorüberfahrt am Friedhof in Cabedelo nahmen wir „auf einen Sprung" an der Bahre Abschied von K. Jene Szene in der armseligen Leichenkammer am Eingang des Friedhofs steht mir mit ihrem düsteren Milieu ihres engen kahlwandigen Raumes und dem inmitten auf Lehmboden stehenden primitiven, noch offenen Sarg auch heute noch dann und wann lebhaft vor Augen. Wie sein stiller Bewohner vor wenigen Stunden zur Erde gesunken war und starb, so lag er jetzt in seiner schmucklosen Kiste ohne jedwede bettende Innenausstattung (Capitano hatte mächtig gespart). Die gebrochenen Augen des Toten schauten in eine unendliche, unfassbare Ferne, und die in Totenstarre angewinkelten Arme schienen noch immer Brust und Kinn vor einem unerwarteten Angriff von Gevatter Tod schützen zu wollen. Der vor 24 Stunden noch lebhafte und große, kräftige Jungkerl wirkte als Leichnam in seiner letzten Koje im Übrigen unwahrscheinlich rasch kleiner geworden, als er es seiner Statur nach zu Lebzeiten gewesen war. Im Halbdunkel der winzigen, relativ hohen Leichenhalle sah ich zwei junge Frauen mit Tränen in den Augen dastehen, sie hielten wohl eine Art Totenwache. Eine von ihnen hatte ich am Vorabend mir schräg gegenüber am Tisch neben K. sitzen gesehen, sie war wohl seine hiesige Freundin gewesen. Ich könnte auch heute nicht sagen, was mich im damaligen Augenblick des Erlebens jener Szene stärker, als von mir erwartet, erschütterte, der Anblick des Toten vor mir in seiner erbärmlichen letzten Behausung, die Dürftigkeit des Gesamtbildes oder die bei mir jäh aufkommende Erkenntnis vom Unberechenbaren der menschlichen Vergänglichkeit. Das, was K. ahnungslos etwa 12 Stunden vor seinem Tod seinen losen Worten nach durchaus nicht als Ende seines Lebenspfades wollte, war ihm schicksalhaft beschieden worden, er hatte es mit seiner Ablehnung, in Cabedelo Nachtwächter zu spielen, geradezu herausgefordert. Mir fielen damals, an seinem Sarg stehend, unwillkürlich die Schlussworte des Chors aus Schillers „Braut von Messina“ ein: „Noch niemand entfloh dem verhängten Geschick, und wer sich vermisst, es kühnlich zu wenden, der muss es selber erbauend vollenden!“ Etwa vor einem Jahr hatten wir als Besatzungsmitglieder der OSTFRIESLAND zwei unserer Bordkameraden, die mit einem Mietwagen auf dem Weg von Bremen nach Hause tödlich verunglückt waren, zu Grabe getragen. Das war sicher ein genau so trauriger Vorfall wie das unerwartete Ableben von K. gewesen, aber es war ein Abschiednehmen im großen Kreis derer, denen die beiden Verunglückten zu ihren Lebzeiten sehr nahe gestanden hatten. Zum anderen sagten wir den Verstorbenen das letzte Lebewohl in einem ihrer würdigen äußeren Rahmen, außerdem war es die Heimaterde, in der sie ihre letzte Ruhe fanden, also alles Nebenumstände, die die Kameraden das Hinscheiden eines Berufskollegen tröstlicher als K.‘s Heimgang empfinden lassen. Doch nun genug von solchen traurigen Geschehnissen, von denen die meinerseits sehr breit geschilderte „Schlacht von Cabedelo“ im Nachhinein unter den damaligen Brasilfahrern von Bugsier-Reederei eine fragwürdige Berühmtheit erlangte.
Die tatsächlich unheldische Flucht eines „alten“ Herrn durch die Decke eines „Örtchens“ hat man zum anderen im „Volksmund“ ähnlich hochstilisiert wie - etwa in gleicher Art Verherrlichung meiner Person - zuvor einmal in Bremen das angeblich von mir provozierte „Absaufen“ zweier Wasserschutzbeamten - angeblich meiner großen Trinkfestigkeit wegen. Beteiligt war ich nur insofern daran, als ich den beiden Polizisten nach zügig erfolgter Einklarierung der OSTFRIESLAND und wegen Abhaltung durch andere drängende Zahlmeister-Pflichten bei Verabschiedung von ihnen eine leicht angebrochene Flasche Weinbrand zu derer weiteren gefälligen Selbstbedienung überließ. Ob der Durst der beiden Uniformierten an jenem Tag besonders groß oder die Gastfreundlichkeit unseres 1. Stewards das verführende Moment war, mag dahingestellt bleiben. Die beiden Beamten eisten sich jedenfalls auf der OSTFRIESLAND fest und vergaßen darüber ihre Dienstbarkasse, die sie bei Hochwasserstand am Liegekai der OSTFRIESLAND an der Sprossen einer Steigleiter festgemacht hatten. Bei ablaufendem Wasser musste sich ihr stolzes Boot zwangsläufig „erhängen“ und bei seiner zunehmend steileren Schräglage purzelte schließlich etlicher loser Bootsinhalt (u. a. ein Funksprechgerät) frohgemut in die mehr oder weniger tiefen Weserfluten. Derweil vermisste man auf der Hauptwache der Wasserschutzpolizei Bremen die beiden Amtskollegen und schickte in ernster Besorgnis um sie und deren Dienstfahrzeug eine Suchbarkasse aus, man wusste ja, wohin man vor einigen Stunden die „Abgängigen“ beordert hatte. Und wer da suchet, wird finden, also fand man auf der OSTFRIESLAND die beiden inzwischen volltrunkenen Kameraden und deren an hoher Uferwand vertäutes, im freien Luftraum baumelndes Schifflein. Die Folgen für die zwei beamteten Übeltäter kann sich der Leser selber ausmalen. Natürlich geschah nicht nur in „Übersee“ sondern auch während der Schiffsaufenthalte in den europäischen Anlaufhäfen oftmals Merkwürdiges. Ich erinnere mich z. B. an den bis heute mysteriös gebliebenen, bei meiner Firma wahrscheinlich längst vergessenen Geldraub von rund DM 23.000 aus dem vor und nach vollendeter Tat säuberlich verschlossenen Tresor im Kapitänsraum der OSTFRIESLAND. Das Delikt, dessen Aufklärung trotz Recherchen der eingeschalteten Kripo Le Havre und späterer Bordbeobachtungen ergebnislos blieb, ereignete sich auf einer Brasil-Ausreise des Schiffes an einem von drei Tagen während der Fahrt von Antwerpen nach Le Havre via Boulogne sur Mer. Als Täter verdächtigt wurden seitens der französischen Polizei aus einer Auswahl unter 43 Köpfen der in Hamburg neu eingeschiffte Bordarzt Dr. F. und der erste Steward. Kenntnis vom Vorhandensein, von Standort des Panzerschrankes und dessen wertvollen Inhalt (zur Hauptsache DM und geringe Mengen ausländischer Devisen) haben, angeblich laut Verhör, nur Kapitän und Funkoffizier, also ich, gehabt, aber ausgerechnet diese beiden Hübschen bleiben von allem Anfang an für die Kripo Le Havre integer. Dass speziell meine werte Person von vorn herein von jeglicher Verdächtigung ausgeschlossen wurde, berührte mich damals seltsam. So sehr mich solches in mich gesetzte Vertrauen seitens meines Capitanos und der dienstbeflissenen „Bullen“ auch ehren mochte - tatsächlich war ich in diesem Fall zumindest trotz meiner ewig leeren Taschen auch „astrein“ wie ein neugeborenes Kindlein -‚ so empfand ich es im Stillen wiederum beleidigend, dass mir niemand die besagte „krumme Tat“ - wenn auch nur rein theoretisch den Indizien nach – zuzutrauen schien. Diese Wahrnehmung löste bei mir einen bestimmten stillen Verdacht (neben etlichen anderen von mir vor- und nachher gemachten Feststellungen) aus, den ich jedoch weder damals, danach nicht gefragt, noch heute, wo über die ganze Angelegenheit seit langem hohes Gras gewachsen ist, äußern mochte oder möchte. Das gestohlene Geld hat an Bord im Verlauf jener Reise jedenfalls nie Spuren hinterlassen, die auf einen greifbaren Täter hinweisen konnten, es hatte sich beizeiten in ein Nichts aufgelöst...
Lesen Sie im Buch weiter! - direkt beim Herausgeber zu bestellen
Seefahrtserinnerungen - Seefahrtserinnerungen - Maritimbuch Informationen zu den maritimen Büchern des Webmasters finden Sie hier: zur gelben Zeitzeugen-Bücher-Reihe des Webmasters: zur gelben Zeitzeugen-Bücher-Reihe des Webmasters: Maritime books in German language: fates of international sailors Los libros marítimos en el idioma alemán: los destinos de marineros internacionales: zu meiner maritimen Bücher-Seite Maritime books in German language: fates of international sailors Los libros marítimos en el idioma alemán: los destinos de marineros internacionales: Diese Bücher können Sie direkt bei mir gegen Rechnung bestellen: Kontakt: Zahlung nach Erhalt der der Ware per Überweisung. Informationen über die Buchpreise finden Sie auf der Bücher-Seite Zahlung nach Erhalt der der Ware per Überweisung. Bücher in der gelben Buchreihe" Zeitzeugen des Alltags" von Jürgen Ruszkowski:
Diese Bücher können Sie für direkt bei mir gegen Rechnung bestellen: Kontakt: Zahlung nach Erhalt der der Ware per Überweisung.
Bücher in der gelben Buchreihe" Zeitzeugen des Alltags" von Jürgen Ruszkowski: Meine Bücher der gelben Buchreihe "Zeitzeugen des Alltags" über Seeleute und Diakone sind über den Buchhandel oder besser direkt bei mir als dem Herausgeber zu beziehen, bei mir in Deutschland portofrei (Auslandsporto: ab 3,00 € ) Bestellungen am einfachsten unter Angabe Ihrer Anschrift per e-mail: Kontakt Sie zahlen nach Erhalt der Bücher per Überweisung. Maritime books in German language: fates of international sailors Los libros marítimos en el idioma alemán: los destinos de marineros internacionales: Los libros en el idioma alemán lo enlatan también, ( + el extranjero-estampilla: 2,70 €), directamente con la editor Buy de. Bestellungen und Nachfragen am einfachsten über e-mail: Kontakt Wenn ich nicht verreist bin, sehe ich jeden Tag in den email-Briefkasten. Dann Lieferung innerhalb von 3 Werktagen. Ab und an werde ich für zwei bis drei Wochen verreist und dann, wenn überhaupt, nur per eMail: Kontakt via InternetCafé erreichbar sein! Einige maritime Buchhandlungen in Hamburg in Hafennähe haben die Titel auch vorrätig: HanseNautic GmbH, Schifffahrtsbuchhandlung, ex Eckardt & Messtorff, Herrengraben 31, 20459 Hamburg, Tel.: 040-374842-0 www.HanseNautic.de WEDE-Fachbuchhandlung, Hansepassage, Große Bleichen 36, Tel.: 040-343240 Schifffahrtsbuchhandlung Wolfgang Fuchs, Rödingsmarkt 29, 20459 Hamburg, Tel: 3193542, www.hafenfuchs.de Ansonsten, auch über ISDN über Buchhandlungen, in der Regel nur über mich bestellbar. Für einen Eintrag in mein Gästebuch bin ich immer dankbar. Alle meine Seiten haben ein gemeinsames Gästebuch. Daher bitte bei Kommentaren Bezug zum Thema der jeweiligen Seite nehmen! Please register in my guestbook Una entrada en el libro de mis visitantes yo agradezco siempre. Za wpis do mej ksiegi gosci zawsze serdecznie dziekuje.
Diese website existiert seit dem 13.09.2011 - last update - Letzte Änderung 02.10.2011 22:48
Jürgen Ruszkowski © Jürgen Ruszkowski © Jürgen Ruszkowski
|